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5.3 Meteorologische
Grundlagen-Karten
Während eines
einjährigen Zeitraumes wurde vom Deutschen Wetterdienst im
Gebiet des Nachbarschaftsverbandes Stuttgart ein temporäres
Messnetz (12 Stationen in unterschiedlichen Höhenlagen und in
Gebieten unterschiedlicher Nutzung) betrieben, mit dem Ziel, die
Temperatur-, Feuchte- und Windverhältnisse im
Untersuchungsgebiet zu erfassen. Aus den Messdaten wurden in
Abhängigkeit von Höhe und Nutzung mit einem statistischen
Verfahren (GERTH, 1986) flächendeckende Karten der
Klimaelemente (Jahresmittel der Lufttemperatur, mittleres
tägliches Minimum und Maximum der Lufttemperatur, Zahl der Tage
mit Äquivalenttemperatur > 49 °C, Jahresmittel der
Windgeschwindigkeit und Schwachwindhäufigkeit) berechnet.
Die Abbildung
5/2a zeigt die mittlere jährliche Temperaturverteilung, die
Abbildung 5/2b das
mittlere jährliche Maximum. Man erkennt deutlich, die sich aus
der Höhenlage des Gebietes ergebenden Unterschiede in der
Temperatur, aber auch die wärmeren dichter bebauten Gebiete.
Die Abbildung
5/2c zeigt die Verteilung der mittleren täglichen Minima der
Lufttemperatur. Hochgelegene Bereiche sind durch niedrige
Minimum-Temperaturen gekennzeichnet, die hier in bläulichen
Farbtönen dargestellt sind. Tiefer gelegene Bereiche weisen im
allgemeinen höhere Minimum-Temperaturen auf und sind durch
Violett gekennzeichnet. In den tiefer gelegenen Gebieten fallen
auch schmale und relativ stark eingeschnittene Täler und Mulden
durch bläuliche Farbtöne auf, da dort die Ansammlung der
Kaltluft zu tiefen Minimum-Temperaturen führt.
In der Abbildung
5/2d ist die mittlere jährliche Windgeschwindigkeit
dargestellt. Insgesamt ist die Region windschwach mit mittleren
jährlichen Windgeschwindigkeiten zum Teil unter 1 m/s in den
bebauten Strukturen. Nur in den höheren Lagen im Süden treten
etwas höhere Windgeschwindigkeiten auf.
Eine aus den
Windmessungen abgeleitete Größe ist die für die Stadtplanung
wichtige Durchlüftung (Abbildung 5/2e).
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