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4.3 Numerische
Modellierung als Hilfsmittel für die Planung
Viele
stadtklimatische Fragestellungen lassen sich heute auch über
numerische Modelle berechnen. Die rasante technische Entwicklung
auf dem Hardware-Sektor ermöglicht heute den Betrieb
anspruchsvoller numerischer Modelle auf Standard-PC's.
Insbesondere lassen sich gerade Auswirkungen von Planungen und
künftige Situationen mit numerischen Modellen erfassen.
Messungen künftiger Situationen sind nicht möglich.
Im
Mesoscale liegt die Gitterweite im Bereich von mehreren
Dekametern bis hin zu einigen Kilometern. Die zur
Verfügung stehenden Modelle (z.B. FITNAH und
METRAS) lassen sich auf unterschiedlichste
städtebauliche und planerische Fragestellungen anwenden. Mikroskalige Modelle
(z.B. ABC und MISKAM) behandeln kleinsträumige Fragestellungen mit einem Längenscale
von in der Regel bis zu wenigen Metern.
Derartige Modelle
können für verschiedenste stadtklimatische Fragestellungen
Anwendung finden, so z. B. die Modellierung von Windfeldern, von
Kaltluftabflüssen und die Ausbreitung von Luftschadstoffen,
insbesondere auch an Straßen.
Neben
physikalisch anspruchsvollen Modellen gibt es auch statistische
Modelle, wie z. B. das in Kapitel 4.3.1 beschriebene Verfahren
zur Ermittlung von Karten einzelner Klimaelemente aus
punktuellen Messungen.
Einen
detaillierten Überblick über Modelle findet man im Internet
auf der Seite: (http://www.stadtklima.de/webklima/DE/d_1tools.htm)
und bei ZENGER (1998). Ansonsten wird empfohlen, im konkreten
Planungsfall einschlägige Fachgutachterbüros zu konsultieren.
Nachfolgend
werden einige Beispiele für Modellanwendungen bei heute
vordringlichen planerischen Fragestellungen beschrieben, wobei
weit verbreitete Modelle verwendet werden, die zum Teil
inzwischen Richtliniencharakter (VDI-Richtlinien: 3782, Blätter
1,7,8 und 9; 3783, Blatt 6 und 10) haben.
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