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4. Methoden der Informationsgewinnung für die Planung
(Natur-Messungen, Windkanal, Modellierung)

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4.3.4    Das mikroskalige Modell MISKAM

Das Programm MISKAM (EICHHORN, 1996; VDI 3782 Blatt 8) ist einer der anspruchsvollsten Vertreter einer ganzen Reihe mikroskaliger Modelle. MISKAM ist ein dreidimensionales Strömungs- und Ausbreitungsmodell zur kleinräumigen Prognose von Windverteilungen und Immissionskonzentrationen in Straßen bis hin zu Stadtteilen. MISKAM gestattet die explizite Behandlung von Gebäuden, auch von dichter Straßenrandbebauung, so dass die Besonderheiten des Strömungsgeschehens in der Umgebung von Gebäuden simuliert werden können. Schadstoffquellen als Punkt- oder Linienquellen können beliebig im Modellgebiet verteilt sein.

Der Aufgabenbereich von MISKAM liegt im Bereich kleinräumiger Prozesse mit Ausdehnungen bis zu einigen 100 m. MISKAM ist somit speziell für Fragen bei Straßen- und Stadtplanung geeignet. Seit kurzem gibt es mit WINMISKAM eine Windows-Version.

Abbildungen 4/36 und 4/37 zeigen Berechnungsbeispiele mit dem Modell MISKAM.

In Abbildung 4/36 ist das Strömungsfeld bei einer südwestlichen Anströmung dargestellt. Die Besonderheit des Standortes besteht darin, daß sowohl Platzräume als auch enge Straßen vorhanden sind, was zu starken örtlichen Veränderungen der Strömung mit teilweise gegenläufigen Richtungen führt. Die schwarz angelegten Flächen stellen die Lichtkuppeln des in Zukunft tiefgelegten Bahnhofes dar.

Die Abbildung 4/37 zeigt die mittlere durch den Kraftfahrzeugverkehr bedingte NO2-Belastung im oben beschriebenen Bereich des Hauptbahnhofes. Diese MISKAM-Prognoseberechnung berücksichtigt die zukünftigen Verkehrsmengen, die im Jahr 2010 veränderten Abgaswerte der Kraftfahrzeuge sowie die durch die Planung veränderte Baukörperstruktur und damit veränderte Ausbreitungsbedingungen im Umfeld der Straßen. In diese Ergebnisse sind die Strömungsfelder bei unterschiedlicher Anströmung und deren Gewichtung nach Häufigkeit eingerechnet.

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Abb. 4/36: Mikroskaliges Strömungs-
feld im Bereich des zukünftigen
Hauptbahnhofes von Stuttgart (2010),
bei einer südwestlichen Anstömung,
berechnet mit MISKAM; BLAZEK
et al., 1998

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Abb. 4/37: NO2-Konzentration (Jahresmittelwert) im Bereich des zu-
künftigen Hauptbahnhofes von Stutt-
gart (2010), berechnet mit MISKAM;
BLAZEK et al., 1998
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Städtebauliche Klimafibel Online, Stand: 21.11.2007
© Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz Stuttgart
 
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