4.2.5 Anwendungsbeispiel
- Durchlüftung
(Beispiel Erweiterung einer Erddeponie)
4.2.5.2 Methodik
Wie in Kapitel 4.3.1 gezeigt wird,
eignet sich ein Digitales Höhenmodell gut, um die örtlichen
Geländeverhältnisse graphisch darzustellen und ein
Windkanalmodell zu entwickeln. Dies wurde im vorliegenden Fall
genutzt, zumal auch Veränderungen der Landschaft schnell
dargestellt werden können. Die Abbildung 4/25 zeigt die
örtliche Situation, wobei die vertikale Achse überhöht
dargestellt ist. In der Abbildung 4/26a und b wird die
Erweiterung der großen Lösung aus zwei unterschiedlichen
Blickrichtungen dargestellt. Man erkennt die
Erweiterungsflächen im Westen der schon vorhandenen Erddeponie.
Im Rahmen der Untersuchung sollte
eine Änderung der mittleren Windgeschwindigkeit und der
Turbulenz durch die geplante Erweiterung im Umkreis des
bestehenden Deponiekörpers untersucht werden. Da der Einfluss
des Hügels auf das Strömungsfeld auch von kleinen Details der
Topographie abhängt, konnte die Windfeldveränderung nicht mit
Hilfe von numerischen Modellen berechnet werden, da diese
Modelle die räumliche Gliederung des Geländes nur stark
vereinfacht berücksichtigen.
Zur Untersuchung des Windfeldes
wurde ein Modell der Erddeponie im Maßstab 1: 1000 mit Umgebung
im Windkanal untersucht. Die Topographie war dabei bis zu einer
Entfernung von ca. 1200 m um das Zentrum der geplanten
Deponieerweiterung modelliert. Neben der Topographie wurden auch
die Gebäude des schon vorhandenen Gewerbegebietes sowie die der
geplanten Erweiterung im Gewerbegebiet nachgebildet. Die
Häufigkeit der Windrichtungen konnte aus einer vorhandenen
Klimauntersuchung (BAUMÜLLER et al., 1985) entnommen werden.
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