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4.2.3 Anwendungsbeispiel
Windkomfort
4.2.3.1 Problemstellung
Im Zusammenhang mit der Planung
eines Gebäudekomplexes mit bis zu 120 m Höhe im Zentrum von
Frankfurt (Frankfurt Main Center) war es erforderlich, die
Auswirkungen auf das Klima und die Lufthygiene zu untersuchen.
Im Vordergrund standen dabei Fragen der Beeinflussung des
Windkomforts, der Durchlüftung, der Lufttemperatur, der
Schwüle, der Beschattung (s.a. Kap.
3) und der Abgasausbreitung
(LOHMEYER et al., 1992), wobei im folgenden nur auf die
Problematik des Windkomforts eingegangen wird.
Abbildung
4/14a und b zeigt die
örtliche Situation als Modell im Windkanal sowohl im Istzustand
als auch mit der geplanten Baumaßnahme.
Bei der Planung
der vorgesehene Bebauung ergaben sich in Bezug auf den
Windkomfort zwei relevante Aspekte.
a) In welchen
Gebieten innerhalb des Untersuchungsgebietes wird die
Windgeschwindigkeit besonders hoch sein und mit welcher
Häufigkeit auftreten? Die Information über besonders
windexponierte Bereiche wird benötigt, um über die zukünftige
Nutzung von derzeit noch unbebautem Gelände entscheiden zu
können. Straßencafes, Parkanlagen, Wartebereiche und andere
Nutzungsmöglichkeiten, in denen sich Menschen längere Zeit im
Freien aufhalten, wird man z.B. nicht in Gebiete legen, in denen
häufig besonders hohe Windgeschwindigkeiten auftreten.
b) Wie wird sich
das Windfeld in der Umgebung der Baumaßnahme im Vergleich zum
jetzigen Zustand verändern? Um beurteilen zu können, inwieweit
durch die geplante Bebauung eine zusätzliche Windbelästigung
verursacht wird, muss man das Windfeld mit und ohne geplanter
Baumaßnahme vergleichen.
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