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4. Methoden der Informationsgewinnung für die Planung
(Natur-Messungen, Windkanal, Modellierung)

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4.2       Der Windkanal als Hilfsmittel für die Planung

4.2.1    Allgemeines

In den letzten Jahren sind die Anforderungen an die Berücksichtigung der Belange des Umweltschutzes, insbesondere auch von Luft und Klima in der Bauleitplanung ständig gewachsen, nicht allein verursacht durch das gestiegene Umweltbewusstsein der Bevölkerung, sondern auch durch die dichte Besiedlung in unserem Land.

Diese höheren Anforderungen haben dazu geführt, dass heute in speziellen Fällen auch zeitlich und finanziell aufwendigere Untersuchungsmethoden angewandt werden, zumal auch materielle Einbußen bzw. Schäden auf dem Spiel stehen. Eine dieser Methoden ist die Verwendung des Windkanals für planerische Fragestellungen.

Eine Verwendung des Windkanals bietet sich prinzipiell an für:

  • Änderung der großräumigen Durchlüftung im Planungs- und angrenzenden Gebiet
  • Modifikation der kleinskaligen Ausbreitung von Schadstoffen oder Gerüchen
  • Änderung des Wind- und Klimakomforts durch geplante Bauvorhaben

Als typische Anwendungsbeispiele sind ferner zu nennen:

  • Windströmung um Hochhäuser
  • Windberuhigung von Plätzen und Straßen
  • Ausbreitung von Emissionen aus Schornsteinen
  • Schneeverwehungen von Straßen
  • Positionierung der Außenluftansaugungen von Klimaanlagen
  • Abwehungen von Halden
  • Ausbreitung von Kfz-Emissionen im bebauten Gebiet
  • Luftverunreinigungen aus Parkhäusern, Garagen und Tunnels
  • Gerüche ausgehend von Gewerbebetrieben, Deponien und Massentierhaltung
  • Ausbreitung von Emissionen bei Störfällen in Industrieanlagen, Tanklagern oder Tankfahrzeugen

Der Untersuchungsbereich kann je nach Fragestellung einige Meter (Windkomfort) bis zu einigen Kilometern (Durchlüftung) betragen.

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Windkanal

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Städtebauliche Klimafibel Online, Stand: 21.11.2007
© Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz Stuttgart
 
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