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4. Methoden der Informationsgewinnung für die Planung
(Natur-Messungen, Windkanal, Modellierung)

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4.1.2    Mobile Messungen

Oft werden stationäre durch mobile Messungen ergänzt. Diese können mit dem Kraftfahrzeug, Fahrrad aber auch zu Fuß erfolgen. Häufig werden heute kombinierte Klima - Luftmesswagen eingesetzt, die alle gängigen meteorologischen Größen und die Luftschadstoffe zeitgleich erfassen (Abb. 4/2a). Der Nachteil ist, dass man mit solchen Messwagen stets auf befahrbare Straßen oder Wege angewiesen ist und so abgelegenere Orte nicht angefahren werden können.

Die Messdauer an einem Ort hängt unter anderem von den Einstellzeiten der einzelnen Messgeräte ab. Die Messzeiten an einem Ort sollten auch nicht zu lang sein, da ansonsten eine Messfahrt insgesamt zu lange dauert und die zeitliche Änderung der zu messenden Parameter gegenüber den räumlichen Änderungen zu groß wird. Eine Korrektur auf einen einheitlichen Zeitpunkt ist aber auf alle Fälle notwendig. Die Abbildung 4/2b zeigt das Ergebnis von Temperaturmessfahrten im Bereich eines großen innerstädtischen Parks und seiner Umgebung in Stuttgart (KNAPP, 1998). Man erkennt die tieferen Lufttemperaturen im Park und der unmittelbaren Umgebung. Ein tiefes Eindringen kühler Luft ist nur dort deutlich zu erkennen, wo das Relief eine Kaltluftströmung unterstützt.

Flächenhafte Daten erhält man auch durch Remote Sensing Verfahren (z.B. IR-Thermalaufnahmen) vom Flugzeug bzw. Satelitten. Es handelt sich dabei meist nur um wenige Zeitpunkte (s.a. Kap. 5.2) so dass hier die Repräsentativität zu prüfen ist.

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Abb. 4/2a: Luft- und Klimamess-
wagen der Stadt Stuttgart

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Abb. 4/2b: Lufttemperaturverteilung im Bereich der innerstädtischen Park- anlagen in Stuttgart, gewonnen aus
Messfahrten; KNAPP, 1998

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Städtebauliche Klimafibel Online, Stand: 21.11.2007
© Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz Stuttgart
 
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