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3.4.2 Folgerungen
aus der Windstatistik
Für eine energiebewusste Planung
sind zwei Windrichtungen von allgemeinem Interesse: Die
Hauptwindrichtung im westlichen Richtungsquadranten ist die
Richtung der häufigsten und zugleich auch stärksten Winde, vor
allem im Winter. Östliche Winde sind nicht so häufig und mit
niedrigeren Windgeschwindigkeiten verbunden. Sie treten im
Winter jedoch im Zusammenhang mit besonders niedrigen
Lufttemperaturen auf. Da insbesondere nach Westen orientierte
Räume einen durch den Wind bedingten erhöhten Wärmebedarf
haben, wirken sich hier windabschirmende Maßnahmen, mindestens
jedoch die Vermeidung ausgesprochener West-Exposition günstig
auf den Heizwärmeverbrauch aus. Nach Osten orientierten
Außenwänden sollte ebenfalls bezüglich der Wärmeisolierung
und Fugendichtheit besondere Aufmerksamkeit zukommen, wobei auch
hier eine geschützte Lage zu empfehlen ist.
In stark windbelasteten Gebieten
empfiehlt es sich, zur Reduzierung von Druck- und Sogkräften
bezüglich der Hauptwindrichtung durch Schrägstellung der
Baukörper die Angriffsfläche des Windes zu vermindern. Bei
einer Drehung der Baukörperlängsachsen um 45° gegen die
Hauptwindrichtung kann bei gestaffelter Gebäudeanordnung
Windschatten für weiter hinten liegende Häuser bewirkt werden.
Bezüglich der Hauptwindrichtung gilt es jedoch, Lücken- und
Düsenwirkungen durch die Baukörperstellung zu vermeiden.
Gegebenfalls müssen im Bereich von Gebäudelücken - am besten
pflanzlicher - Windschutz vorgesehen werden (DÜTZ, MÄRTIN,
1982). (s. a. Abb. 2/9).
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